la valse
abschlusskonzert
19 uhr pfarrkirche
obertrum
0 / 15 / 18 €
Die Bühne öffnet sich zur Welt des Walzers. Der Dreiertakt, Herzschlag der Ballräume, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Werke des Abends und verbindet Eleganz und sinnliche Bewegungen in einem farbenreichen Klangteppich.
Joseph Marx’ Scherzo eröffnet den Abend mit sprühender Energie. Ein Wiener Walzer im klassischen Format, der in lebendigen, rhythmischen Strömen die Salons Wiens der Belle Époque porträtiert. Die Miniaturen von Fritz Kreisler, Francis Poulenc, Rita Strohl und York Bowen folgen mit leichten, charmanten Schritten, die zum Tanzen verführen. Jede Melodie entfaltet feine Schattierungen: mal verspielt, mal melancholisch, mal zart humorvoll.
Maurice Ravels „La Valse“ – 1919 als Poème choréographique für Symphonieorchester entstanden – treibt das Walzerträumen in dramatische Höhen und spiegelt die europäische Stimmung nach dem Ersten Weltkrieg wider. Ein prächtiger Ball, glitzernde Kandelaber, Wiener Walzer – doch unter der glänzenden Oberfläche lauern dunkle, bedrohliche Töne, Spiegel einer zerrütteten Zeit. In der Fassung für Klavier vierhändig vibriert jeder Ton, wirbelt und dreht sich, als würde die ganze Welt in einem Tanz aus Licht, Schatten und Farben schweben.
Nach der Pause öffnet Gabriel Faurés Klavierquartett ein weites, lyrisches Feld: Dunkle Mollfarben treffen auf warme Klanglichter, Melodien fließen wie Wasser, klingen nach und verweilen im Raum. Zwischen Leichtigkeit und Leidenschaft, zwischen Eleganz und Ekstase entfaltet sich ein Klangrausch, der das Festival in einem letzten, funkelnden Feuerwerk beschließt.
Programm
Joseph Marx: Scherzo für Klavierquartett in d-moll
Fritz Kreisler: Schön Rosmarin (aus Alt‑Wiener Tanzweisen)
Francis Poulenc: Les chemins de l’amour, FP. 106
Rita Strohl: Scherzo in d-Dur aus dem Klaviertrio Nr. 1
York Bowen: Romance in des-Dur
Maurice Ravel: La Valse, M. 72
-Pause-
Gabriel Fauré: Klavierquartett Nr. 1 in c-moll, Op. 15
I. Allegro molto moderato
II. Scherzo: Allegro vivo
III. Adagio
IV. Allegro molto





